Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald

Deutscher Meister

Deutscher Meister - dank Klappschlittschuhe am 1. März 1998 in Chemnitz

Klappschlittschuh – war dieses Jahr das meistgebrauchte Wort in Eisschnelllaufkreisen. Ob Olympiasiegerin Claudia Pechstein oder der Grefrather Newcomer Christian Becker oder der Senior Bernhard Weik , alle liefen dieses Jahr „Dank Klapper“ persönliche Rekorde. Gekrönt wurden diese Rekorde mit dem Titel:

Deutscher Meister im Eisschnelllauf in der Altersklasse M 60

Chronologie des Erfolges:

Nach der 500 m Strecke lag Werner Krohn aus Hamburg um 0,5 Punkte in Führung. Die 1.500 m Strecke gewann ich, Bernhard Weik, aber der Vorsprung von 0,1 Sek. brachte keinen substanziellen Vorteil. Über 1.000 m baute Werner Krohn seine Führung auf 0,866 Punkte aus. Nun musste die abschließende 3.000 m Strecke die Entscheidung bringen. Werner Krohn hatte rechnerisch am Start einen Vorsprung von 5,2 Sekunden. Das Eis auf der Chemnitzer Eisbahn war, - bedingt durch die wechselnde Witterung- sehr schwer zu laufen. Berhard Weik musste auf der ungünstigeren Außenbahn starten. Er musste agieren. Nach 200 m hatte er zwar die schnellere Startzeit aber Werner Krohn brauchte nur darauf zu achten, dass der Abstand nicht mehr als 50 m betrug. Bis 1.500 m war Werner Krohn Deutscher Meisteranwärter. Der starke Wind setzte beiden Läufern zu. „ Ich sah ja nicht wie viel Vorsprung ich hatte, deshalb musste ich bis zum Schluss kämpfen. Erst nach dem Ziel habe ich mich umgeschaut und festgestellt, es hat gereicht.“ Die Uhr zeigte einen Vorsprung von 14,2 Sekunden. Dies bedeutete einen persönlichen Rekord von 5 Min 22,3 Sek. und den Deutschen Meistertitel.

Dank Klappschlittschuh.

Berliner Eismarathon

Beim diesjährigen Berliner Eismarathon konnte ich meine Kondition – die ich am Weissensee in Kärnten über 300 Eiskilometer und von Trondheim – Oslo 558 Radkilometer antrainiert hatte – testen. Der Läuferpulk zog in gleichmäßigem Tempo die 110 Stadionrunden. Das ergab exakt die Marathonstrecke von 41,195 Kilometer. 220 Kurven mit der Schwerpunktbelastung auf dem linken Bein ist an sich schon eine Leistung. Aber bei einem Tempo von 32 KM / Std. erhöht sich der Druck noch um die Fliehkräfte in der Kurve. Durch dieses hohe Tempo lichteten sich so langsam die Reihen. Bei Beginn der 80. Runde führte ein Spitzentrio das Feld an. Bestehend aus Andre Hoffmann dem damaligen Olympiasieger, den um 20 Jahre jüngeren Berliner Roman Klatte, und dem Senior Bernhard Weik. „Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir wenigstens schon den 3. Platz.“

Durch die gebückte Haltung meldete sich der überlastete Rücken „ „Da nutzt die Kraft der Beine nichts wenn der Rücken versagt.“ Die Führung wurde kameradschaftlich alle 2 Runden abgewechselt. Im Windschatten spart man bis zu 20 % Kraft. Um nicht in Endspurt gehen zu müssen versuchte ich, der ausdauertrainierte Bernhard Weik, 8 Runden vor Schluss einen Ausreißversuch. Mit der schnellsten Runde von 39,22 Sekunden ( das entspricht einer Geschwindigkeit von 36 KM / Std.) versuchte ich Abstand zu gewinnen. Aber die „jungen“ blieben dran. Nun also doch – Endspurt. Mit 1 Sekunde Vorsprung siegte mit Roman Klatte doch die Jugend. Mit dem 2. Platz und meiner persönlichen Bestzeit von 1 Std. 21 Min. 1 Sek. verbesserte ich meine persönliche Bestzeit um 5 Min.

Dank Klappschlittschuh.