Libanon

Die Überfahrt auf dem Schiff erfolgte in einer Ersten Klasse-Kabine, obwohl wir Touristen klasse gebucht hatten. Als das Schiff in den Hafen von Beirut einfuhr, begann für uns der 2. Teil der Reise. Wir betraten nun den Vorderen Orient. Hier begegnete uns wieder eine ganz  andere Welt. Die Menschen unterschieden sich nicht sehr viel von den Arabern in Nordafrika, denn eines hatten sie gemeinsam: den Mohammedanischen Glauben. Dieser erstreckt sich ja über Nordafrika, den vorderen Orient bis hinauf in die Türkei.

Die Landschaft, Vegetation und die Temperaturen waren aber sehr verschieden. Unser Weg führte uns nach Baalbeck, Damaskus, Suvreida, Dscherasch, Amman, Jerusalem, Totes Meer, Jericho, dann zurück nach Damaskus.

Beirut ist eine herrliche Stadt. Sie ist das Tor zum Osten. Diese moderne Stadt bietet altes und neues in reichen Mengen. Beirut wuchs riesenhaft. 1918 hatte es noch 150.000 Einwohner, heute sind es etwa 500.000. Es ist kaum zu glauben, dass diese moderne Stadt zu den ältesten Siedlungen im Vorderen Orient gehört. Sie wird schon im 15. Jahrhundert vor Christus in Keilschrift Briefen erwähnt. Den Mittelpunkt der Stadt, bildet der Platz des Reyrs mit einem Kriegerdenkmal.

Die Taubengrotten werden diese aus dem Meer prägenden Gelsen genannt. Sie sind etwa 25 bis 30 m unterschiedlich Tief im Meer. Einmal machten wir unser Mittagsmahl vor einem Garten, der mit Zitronenbäumen bepflanzt war. So konnten wir für unseren Tee die Zitronen direkt vom Baum pflücken. So saftige und wohlriechende Zitronen hatten wir noch nie zuvor.  Diese Aufnahme, wurde vom Libanongebirge aus gemacht. Die Stadt mit dem Meer im Hintergrund ein herrliches Panorama.

Hier fällt das satte Grün der Landschaft besonders auf. Es erinnerte uns wieder nach 4 Wochen an die Heimat. Das Libanongebirge ist durchschnittlich 1500 bis 1800 m hoch. Der höchste Berg, der Dschebel Qornet es Sauda ist 3083 m hoch. Die größte Sehenswürdigkeit des Gebirges sind die Zedern. Etwa 160 km von Beirut entfernt gibt es ein Gebiet im Gebirge, wo diese Zedernbäume wachsen. Hier kann man bis im Juni Ski fahren. Wenn es einem nach einem Bade gelistet, fährt man 60 km und man kann sich am Meer vom Skifahren erholen. "Was gegen die Kälte gut ist, ist auch gegen die Hitze gut.“, so sagen sich die Libanesen. Wir taten es, diesen Libanesen eine solche Kopfbedeckung. (sie wird Chamsin genannt). Aber sie war uns bald zu lästig und zu heiß. Ob die Kürbisse ihr Reiseproviant waren, wissen wir nicht genau, aber das Fladenbrot, das der eine in der Hand hält, haben wir öfters gegessen. Es schmeckte uns gut. Als wir in die Beka-Ebene fuhren, kamen wir durch ein Schneegebiet. Der Gebirgszug ist das Antilibanongebirge. Bei dieser Aufnahme fror es mich mit meiner für ägyptische Temperaturen gedachten Kleidung ganz schön.