Jordanien

Die Grenze hatten wir ohne Kontrolle hinter uns gebracht. In Jordanien erwartete uns die 2300 Jahre alte Stadt Tschardasch. Ihre Blütezeit hatte diese Stadt unter den Römern. Damals hieß sie Gerasa. Gerasa war mit einer mächtigen Stadtmauer umgeben. Die wichtigsten Bauten aus der damaligen Zeit sind ausgegraben worden. Hier, links das Theater mit einem Araber mit seiner typischen Kopfbedeckung Der Mittelteil des Bildes zeigt das Forum. Hier wurden immer die Versammlungen abgehalten. Die gesamten Straßen waren mit Säulen gesäumt Diese waren alle umgeworfen, oft von der Zerstörungswut der Feinde, z. B. von den Persern oder von den Arabern. Was diese nicht ganz bewältigten, vollbrachten die Erdbeben, die in dieser Gegend öfters vorgekommen sind. Die Straße ist noch in ihrem ehemaligen Zustand. An solchen Orten empfindet man oft ein seltsames Gefühl, wenn die Ruinen dieser ehemaligen Prachtbauten erzählen über die Blütezeit und den hohen Stand der Kultur .Da glaubt man, die Zeit sei stehengeblieben. Man bekommt das Gefühl, in einem Märchen zu sein. Es waren oft die schönsten Stunden, auszuruhen auf einem zweitausendjährigen Stein, nachzudenken über die Geschichte, ihr auf und ab, Vergleiche zu ziehen über unser Leben und dem Leben, das die Einheimischen führen. An solchen Orten waren wir selten alle. Sie sind meist immer von Touristen überflutet. Das Wahrzeichen von Dscherasch ist der mächtige Triumphbogen an der Ausfahrtstraße nach Amman. Er wurde 129 n. Chr. zur Erinnerung an den Besuch Kaiser Hadrians gebaut. Es war etwa 17 Uhr geworden und wir wollten an diesem Tage noch Jerusalem erreichen.

Wenn der Mond nicht am Himmel stehen würde, Straßenlaternen nicht brennen würden, könnte man meinen, es sei eine Tagesaufnahme. Wir fuhren in Amman nur kurz vorbei und machten diese Aufnahme. Sie wurde mit 2 Sek. Belichtet.

An diesem Abend fuhren wir noch eine Stunde in Richtung Jerusalem, dann schlugen wir unser Zelt auf.