Die Königsgräber

Bei den Königsgräbern fanden wir so einen Mühlrad ähnlichen Stein. Er hatte etwa 1,2 m Durchmesser und wurde vor den Eingang gewälzt. An der Rundung fehlt ein Segment. Das hatte einen praktischen Grund, denn wenn der Stein vor dem Eingang lag hatte er eine größere Auflagefläche und war nicht so leicht vom Grabeingang wegzuwälzen. Diese Gräber stammen etwa 50 n. Chr., somit unmittelbare Zeugen jener Bestattungskultur der Zeit Christi.

Das Gartengrab wurde 1882 von dem englischen General Gordon wiederendeckt. Er meinte aus mancherlei Gründen, hier das echte Christusgrab vor sich zu haben. Die Wissenschaftler sind sich aber darin einig, dass dieses Grab aus byzantischer Zeit und nicht aus römischer Zeit stammt.

Die deutsch evangelisch-lutherische Erlöserkirche wurde 1898 durch Kaiser Wilhelm d. II. eingeweiht. Sie steht auf den Resten der von Karl d. Großen gegründeten Kirche Santa Maria Latia. Jeder Besucher Jerusalems sollte sich nicht scheuen, die 176 Stufen des Turmes zu besteigen. Von da oben bietet sich der schönste und weiteste Blick über die Altstadt mit dem Tempelbezirk, über das Kidrontal auf den Ölberg und über die Waffenstillstandlinie.

Die Gesamtansicht des Ölbergs mit dem Garten Gethsemane, der Kirche der Nationen und der russischen Maria Magdalena Kirche. Der Ölberg ist 812 m hoch und erhebt sich etwa 80m über die Stadt. Er war für uns ein Ort der Zuflucht. Denn der Lärm der Stadt und das Gedränge war uns unerträglich geworden. So genossen wir auf dem Ölberg einen ruhigen gemütlichen Nachmittag.

Von hier oben hat man einen herrlichen Überblick über das mit Hügeln übersäte Land. Einzelne wohlgepflegte Gärten heben sich von den mit Steinen übersäten Hängen ab.