Damaskus

Wir nahmen bald Abschied von diesem herrlichen Ort und fuhren durch das Anti Libanon Gebirge in Richtung Damaskus. In Damaskus fuhren wir am Abend ein. Am anderen Tag fuhren wir etwas von der Hauptstrecke ab und kamen in eine Vulkan- Landschaft. Soweit das Auge war ein Steinmeer. Wir kamen uns vor wie auf dem Mond. Manchmal wurde der Versuch gemacht, die Steine auf Haufen zu sammeln, um ein paar Quadratmeter Land zum Anbau zu gewinnen. Hier ein Ort in der Nähe von Suweida. Die Häuser sind aus diesen Steinen erbaut Es gehört ein großes Geschick dazu, mit diesen unförmigen Steinen und mit Kot eine feste Mauer zu erhalten. Der Bergzug im Hintergrund ist etwa 900 m hoch.

 

Auf diesem Abstecher kamen wir zu der größten Sehenswürdigkeit des Landes. Die arabische Zitadelle in Bosra. Das römische Theater, das etwa 15.000 Zuschauer fassen konnte, war in der Zitadelle. Dieses römische Theater wurde etwa im dritten Jahrhundert gebaut. Die Zitadelle bauten die Araber im 12. Jahrhundert um das Theater. So wurde es eine Einheit. Das Innere des Theaters ist noch sehr gut erhalten. Das bezeichnete Element an diesen Theatern ist einzigartige Akustik. Dieses kann ich Ihnen durch eine Originalaufnahme mit meinem Tonband demonstrieren. Wir haben nun einige Zeit warten müssen und befinden uns nun ganz alleine in dem römischen Theater. Ich habe nun etwa 5 Treppen hinter mir und habe einen herrlichen Überblick über jeden Platz in diesem Theater. Ich glaube auch, die Akustik ist dementsprechend gut. Wir haben auf unserer Reise viele Theater gesehen, viele römische Theater aber so gut erhalten wie dieses hier fanden wir noch keines. Wenn ich jetzt hier entlanggehe, höre ich von außen die Vögel zwitschern, denn heute ist ein herrlicher Sonnentag. Die Sonne strahlt über uns und blauer Himmel wölbt sich über das Theater Ich habe jetzt den Mittelpunkt erreicht und drehe mich nun um und spreche nun zum Mikrophon. Horst sitzt im zweiten Gang über der zweiten Etage und nimmt mich jetzt gerade auf. Jetzt werde ich noch zum Abschluss ein kleines Liedchen singen, damit man hört, wie die Akustik ist - beim Gesang. Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle Mikrophone stehen im oberen Drittel. Musik rechts von dem Durchbruch etwa 40 m vom Mittelpunkt der Arena entfernt. Ich glaube, man kann es wohl als eine architektonische Meisterleistung bezeichnen, eine solche Akustik zu schaffen.

Kurz bevor wir die syrisch-jordanische Grenze erreichten, sahen wir in Deras eine sehr schöne Moschee. Auf das Minarett stiegen früher die Muezzine 5-mal am Tage und riefen zum Gebet. Heute sind meist Lautsprecher angebracht, durch die der Aufruf zum Gebet erfolgt.