Bekaa-Ebene

Diese Bekaa-Ebene liegt etwa 950 m hoch. Hier wird hauptsächlich Wein angebaut. Wir gingen in einen Laden und wollten Wein kaufen. Über die Qualität wussten wir ja nicht Bescheid. Wir handelten dann aus, dass wir den Wein nicht nehmen müssen, wenn er uns nicht mundet. Das war aber der Fall und wir kauften einige Flaschen für unseren Konsumbedarf. Unser nächstes Ziel war Baal Beck. Baal war der Gott der west- semitischen Völker Er wurde hier besonders verehrt. Die Bauten stammen meist von den Römern. Dieser Tempel sollte an Größe und Schönheit alles übertreffen, was die Welt bis dahin sah. Reste zeigen noch die Pracht jener Zeit. Diese sechs, etwa 20 m hohen Säulen, stammen von dem größten korinthischen Tempel, der je gebaut wurde. Der Jupitertempel war 106 m lang und 69 m breit. Dieser Tempel war der Mittelpunkt der ganzen Anlage. Jupiter war der altrömische Himmelsgott. Gott des Blitzes und des Donners. Er segnete die Felder und schütze das Recht. Die ganze Tempelanlage bestand aus dem Hof, Propyläen, d h. Torbau zu Heiligtümern, dem Vorhof, großen Hof, Jupitertempel und Venustempel.

Diese Säulen krönt ein einzigartig schönes Architrav. Die reiche Verzierung und die exakte Ausführung zeugen von dem Streben nach dem Höchsten. Der Abschluss der Säulen mit seinen korinthischen Kapitellen ist hervorragend. Der Tempel ruht auf einem Fundament, bei dem die größten Steine, die je Menschenhand bewegt wurden. Ein solcher Stein wiegt etwa 830 Tonnen. Mit welchen Mitteln wurden diese Steine wohl transportiert?

Der Venus-Tempel ist der noch am besterhaltenste korinthische Tempel. Venus war die römische Göttin der Liebe. Der Innen raum vermittelt noch ein höchst prachtvolles Bild von dem einstigen Glanz und Prunk dieses Tempels. Besondere Beachtung verdient in dem Säulengang die herrliche Kassettendecke. Der ganze Tempelbezirk wurde nach dem Besuch Kaiser Wilhelm des II., 1898, ausgegraben. Undefinierbare Stücke liegen auf dem ganzen Tempelgebiet umher. Zerstört wurde der Tempel bei den Kämpfen der Araber mit den Mongolen und mit den Kreuzfahrern. Mehrere Erdbeben taten vollends das Letzte.