Nichten und Neffen

80 er Feier Nichten und Neffen.

 

Irgend wann - hatte ich die Idee- die ganze Familie zusammenzuführen Ich bin froh, dass es mir gelungen ist und das noch zu meinem 80. Geburtstag. 18 Nichten und Neffen und Rosl Haaf,  meine Schwester, mit Hans. Leider konnte Bernt Maier seinen Urlaub nicht mehr verschieben. Heute werdet ihr erleben, dass ich in einer ganz anderen Welt zuhause bin als Ihr gewohnt seid. Wenn man sich mal getroffen hat ging es auf Smaltok-Art für Informationen. Heute erlebt Ihr mal einen vertieften Hintergrund. Die Stiftung hat mein ganzes Leben geprägt und wird es bis an mein Lebensende tun.    Dieser Raum wurde für die Stiftungshelfer umgebaut in dem ihr heute feiern könnt. 80  ist etwas besonderes – ich fühle mich so wohl dabei. Ich habe die Dias die ich früher von Euch fotografierte im anderen Zimmer aufgebaut diese könnt ihr nach und nach in Gruppen ansehen. Die Bilder liegen hier auf dem Tisch, da kann Jede und Jeder schauen ob Er oder Sie sich wieder erkennt. Das schwerste ist, alle Namen den Gesichtern zuzuordnen- wenn ich alle durchgehe liegen Jahre zwischen unserem letzten Treffen. Auf einmal seid ihr Erwachsen und schon reifere Jahrgänge geworden. Damit ihr ein wenig Hintergrundwissen bekommt lese ich euch die Rede vor. Drei Zahlen spielen heute eine große Rolle- die erste erratet jeder von Euch. 80 = ist die Durchlaufstation bei einem 100 Kilometerlauf. Die zweite herausragende Zahl ist die 13000- 13000 Kinder haben  schon den ganz normalen Tag mitgemacht. Die dritte wichtige Zahl ist 148  So viele Mozart-Konzerte wurden schon auf unsere Internetseite eingespielt. Alle drei Zahlen sind nur eine Momentaufnahme. Einen Wettkampf über 80 Kilometer gibt es nicht – es gibt entweder einen  Marathon mit 42,5 km oder einen 100 km Lauf. Das härteste war der 42,5 KM Marathon. Es kommt auf die Sichtweise an. Es ist die hohe Geschwindigkeit die du über 3 Stunden laufen musst. Nach 36 Kilometer kommt der Mann mit dem Hammer- denn, das Glykogen ist verbraucht-der Körper schaltet um auf Fettverbrennung. Die Kilometer-Zeiten gehen von 4 Min je KM auf 5 Minuten zurück. Die Hitze in Köln tat das seine dazu. Die Nachwehen nach dem Marathon dauerten 14 Tage Beim 100 km sind die ersten 40 Km zum Warmlaufen- man läuft von Anfang so langsam, dass die Versorgung der Energie aus dem Fettstoffwechsel stattfindet. Nach 60 Kilometer kommen die ersten schlimmen  Krämpfe. Durch das viele Schwitzen verliert der Körper seine Mineralien. Die ersten 4 Stunden nicht auf die Uhr schauen- denn die Kilometer vergehen so langsam- aber du musst die KM hinter dich bringen. Die Erholung nach dem 100 km dauert max. 2 Tage, dann hat sich der Körper wieder regeneriert, also viel schneller als beim Marathon. Mein Hochzeitstag mit Elisabeth (am 21.12.1973) war mein bewegenstes Erlebnis: Bei meinem ersten Heirats-Angebot hat sie nur gelacht. Das spornte mich natürlich an.   Elisabeth war auch sehr sparsam -- Sie  hat ihr Hochzeitskleid selbst genäht. Erfüllung eines Lebenswunsches: „So verführte mich Mozart“ Wofür es sich lohnt zu Leben- das  habe ich am 17.Juli 2017 genau gespürt. Da habe ich den Sinn des Lebens erfasst. Ideale weiter geben – die Botschaft des ganz normalen Tages. Jeder Mensch hinterlässt eine Spur. Eure Spur ist die Sensibilisierung der Kinder die erwachsen werden um selbst wieder Träger dieses Virusses zu sein. 13000  sind schon infiziert Ich kann mich noch genau erinnern an den ersten GnT in der Brüder Grimm Schule.  Manfred Glasmacher saß im Flur und begeisterte die Kinderschar die um ihn versammelt waren. Von da an wussten wir, dass wir die Station der Blinden aufteilen müssen. Da war alles neu- da packte die Presse zu und verbreitete die Nachricht, so dass die anderen Schulen eingestiegen sind. An der 2. Schule kam die Obst und Gemüsestation dazu. Ihr habt alle eure Bestimmung bekommen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass ihr alle dafür lebt mit dem ganz normalen Tag  Spuren zu hinterlassen. Ich habe zwar den GnT ins Leben gerufen und finanziert-aber das entscheidende ist, dass ihr die Kinder Sensibilisiert. Damit prägt ihr eine Gesinnung die das Kind ein Leben lang - mehr oder weniger - mit sich herumträgt Jetzt muss ich die Worte von Jürgen Steinbrücker ins Spiel bringen- er sagte: „Dass du so viele liebe gute Menschen um dich hast- ist kein Zufall- das ist Vorsehung“. So betrachtet seid ihr die Träger der Botschaft vom ganz normalen Tag und verwirklicht somit euren  --- Sinn des Lebens. Jürgen Steinbrücker hat alle Zahlen und Fakten von meinem Leben erfasst Ich erzähle euch jetzt - was er noch nicht weiß. Meine schönste Kindheitserinnerung. Gänse hüten – Ich sagte meinem Vater er soll mich um 6 Uhr wecken, damit ich als erster auf dem Felde bin. (Wette) Morgens um 7 Uhr war es ja noch ziemlich kühl die Gänse weideten auf dem ganzen Acker.  Ich setzte mich in eine Getreide-Mantel.  Ich war eingeschlafen – als ich erwachte lagen alle 20 Gänse um mich. Diesen Anblick vergesse ich nie es war meine schönste Kindheitserinnerung. Kühe hüten: die Kühe wurden gegen  Abend auf die Weide getrieben. Ich war immer Barfuß- Schuhe gab es nur für die Schule. Der Tau benetzte das Gras- es wurde dadurch noch kälter. Es gab eine praktische Lösung: Immer wenn eine Kuh einen Fladen machte benutzte ich diesen, dass ich für die nächsten Minuten warme Füße hatte.  Heimweh Fahrt nach Persien  - 1968.   In Österreich überfiel mich so das Heimweh- ich konnte nichts mehr Essen. Nur wenn ich zu allem süße Marmelade aß konnte ich etwas anderes dazu Essen.  Nach Hause konnte ich jetzt auch nicht mehr- diese Blamage war nicht abzusehen- deshalb fuhr ich unter Tränen weiter. In Mosul - damals eine wunderschöne Stadt- erlebte ich das typische Arabische Flair. Ich machte an einer Wiese halt, die Schafe weideten  in der ganzen Umgebung- der Hirte spielte auf seiner Flöte- Arabische Weise. Das war ein Erlebnis, für das sich die ganze Reise gelohnt hat. Besuch der Moschee: aus Neugierte  Ich musste sehr weit weg von der Moschee parken. Dann zog ich eine unauffällige Kleidung an und marschierte in Richtung Moschee. Ich hatte nur noch den Autoschlüssel sonst nichts mehr bei mir. Ich durfte ja nicht auffallen, dass ich kein Mohammedaner war. Die hätten mich sofort gesteinigt. Ich beobachtete alles sehr sorgfältig, dass ich keinen Fehler machte. Am Eingang gab ich die Schuhe ab, der Wächter fragte etwas auf Arabisch- ich brummte nur- um mich nicht zu verraten. In der Moschee kniete ich auf einen freien Platz. Nach einiger Zeit kam eine Frau laut schreiend an. Dadurch musste ich diesen Platz verlassen – innerlich war ich natürlich unheimlich aufgeregt. Aber es ist alles gut gegangen. Jetzt kommen noch einige persönliche Einzelheiten: Die Durchquerung der Sahara 1969 war kein Spaziergang - es waren Strapazen. Den ganzen Tag 45 Grad Hitze im Auto, Schlaglöcher ohne Ende. Dann gruben sich die Reifen in den Sand ein und es ging gar nichts mehr. Wenn man in der Kolonne fuhr gab es dann von anderen Hilfe. Wenn ich die meiste Zeit Alleine fuhr durfte ich kein Risiko eingehen. Ich ging zu Fuß durch die Düne durch um zu schauen wo ich fahren könnte. Werkzeugverkauf in Abidjan ??  Bei der Durchquerung der Sahara mit einem PKW habe ich die Erkenntnis gewonnen- wenn ich hier gut raus komme fahre ich keinen Meter mehr im Sand zurück. Ich fliege- also musste ich alles verkaufen. Ich ging 3 Wochen lang jeden Tag auf den Markt. Baute meinen Stand auf und legte all mein Werkzeug und alle Opel-Reparaturteile darauf. Wenn ich nach gewisser Zeit einiges verkauft hatte fuhr ich in meine Unterkunft bei einem Flugkapitän aus Frankreich. Jetzt muss ich noch ein Lob an die Afrikaner los werden. Wenn eine Zange oder Schraubenschlüssel von Hand zu Hand ging-  die Runde machte - kam alles wieder zurück. Nach drei Wochen hatte ich das Auto und allen Inhalt verkauft. Nun hatte ich wieder einen Glücksfall der besonderen Art. In der Hauptstadt Togos (Lome) gab es deutsche Arbeiter, diese fragte ich wie sie es mit dem Geldtausch machen. Dann machten sie mir ein Angebot ich solle ihnen das    Afrikanische Geld überlassen- dann bei Ihrer  Deutschen Sparkasse die DM abholen. Da gehörte eine ganz schöne Portion Vertrauen dazu - es handelte sich ja um etwa 2000  DM. wahr.

Deshalb weiß ich, warum sich mein Leben gelohnt hat. Nun geht es um das Geld der Stiftung- Zur Zeit sind es etwa 4,2 Millionen. Ewald Stock hat uns viel Geld gespart- er sagte: geh doch mit dem Konto aus Luxemburg weg – die sind zu teuer. Das habe ich denen angedroht, dadurch wurden die Kosten um 40% gesenkt. Unsere Mozart-Internetseite  bleibt ein Leben lang und länger erhalten. Bisher haben wir schon 133 000 Euro ausgegeben – Bis alle 626 Werke eingespielt sind werden es wohl 500 000 Euro sein. Die teuerste Internetseite die es gibt. Herr Zillekens hat die Mozartseite so Vorbildlich gestaltet - er hat schon 148 Werke eingespielt  Bei der Sicherung der Mozart Internetseite vor 18 Jahren hatte ich Glück, dass diese Adresse noch frei war. www.mozart-w-a.de (w=Wolfgang a =Amadeus)        Heute---  ging es mir - wie einem Kind - das träumt- und auf einmal sind die Träume wahr.