Der Winter ist vergangen

Eine der schönsten Formen des Betens

Die Stiftung von Elisabeth und Bernhard Weik unterstützte auch bei diesem Fest den Chor. Die Festmesse in der Hardter Kirche war sehr gut besucht, und auch beim anschließenden Gemeindefrüchstück im Pfarrsaal zeigte sich die Lebendigkeit an der Hardt.  Der Chor freute sich sehr über diese Messe, obwohl Pfarrer Trimborn zu Recht anmerkte, dass eigentlich der Chor von der Gemeinde beschenkt werden sollte.  Dies gelang dann auch mit einem großen Applaus der Gottesdienstbesucher. Pfarrer Trimborn in seiner Predigt: „Singt dem Herrn ein neues Lied! „Das neue Lied, dass er sich wünscht, ist ein erneuertes Leben; ein Leben, das etwas von seiner Menschenfreundlichkeit widerspiegelt. Also speisen wir ihn nun ja nicht ab mit den altern Liedern, sondern lasst uns etwas einfallen, komponieren wir unsere persönliche Lebensmelodie, originell und unverwechselbar!“ Schon auf zahlreichen Feiern der Vergangenheit erklärte Pfarrer Trimborn:“ singen im Kirchenchor ist eine der schönsten Formen des Betens.“ Der Einladung des Chores zum anschließenden Frühstück folgten über 100 Personen, die noch ein Ständchen und die Glückwünsche zahlreicher Gruppierungen aus Langenfeld miterlebten.

 

Blick zurück:

Ein Blick in die Historie des Chores - der an der Hardt eingeweiht worden war, fand einige Monate später – im Januar 1957 – auf Bestreben des damaligen Pfarrers Bernhard Hegenberg bereit die Gründungsversammlung des Kirchen-chores „Cäcilia“ St. Maria Himmelfahrt statt.

Der heutige Chorleiter, Dr. Albert Evertz blickt auf die Chorgeschichte zurück:

„Unser Chor an der Hardt hat sich in den 60 Jahren eine große Spannbreite an Messen und Motetten der Kirchenmusik erworben.“ Mit besonderer

Begeisterung singt der Chor immer wieder die Werke von Mozart und

Haydn. Ziel der Chorarbeit ist es, durch die Musik den Glauben an Gott

in der heutigen Zeit lebendig werden zu lassen.“ so Dr. Evertz.

 

-E-Mail von dem blinden Wolfgang Krafft: 27.Juli 2018

Mich braucht niemand wegen meiner Blindheit zu bedauern – und ergänzte dazu: Eine Mutter berichtete mir einmal, mit welch ernstem Gesichtern die Kinder in meinen Klassenraum kamen u und wie glücklich sie wieder gingen, nachdem ich Aufklärung betrieb. Dass Blinde trotz des Nicht Sehens so viel machen können, versetzt alle Kinder und Erwachsene in Staunen.

Für so eine Mitarbeit an Grundschulen wollen wir blinde Menschen gewinnen. Wir erklären den Grundschülern all unsere Hilfsmittel:

Das System der Blindenschrift anhand eines 6er Eierkartons, Farberkennungsgerät, Schach und sonstige Spiele.

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Privatbriefe von Dietmar Haaf:                                           4.03.2016

Lieber 0nkel Bernhard,

Liebe Tante Elisabeth,

Das ist ja eine Überraschung. Plötzlich zum Geburtstag ein Lebenszeichen zu hören.

Und dann bekam ich auch gleich ein schlechtes Gewissen!

Also, die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern, deshalb lohnt es sich auch nicht wirklich, sich darüber zu ärgern. Ich denke, es ist viel wichtiger, 

gleich die richtigen Schlüsse zu ziehen, zu lernen und gleich Taten folgen lassen.

Wir sind am 18./19.03.2016 in Bremen.

Da würde ich gerne den Rückweg über Langenfeld machen und mich persönlich für das Wahnsinnsgeschenk bedanken.  Habt ihr am 19.03. nachmittags oder abends Zeit? Vielleicht können wir auch noch essen gehen und es uns schön machen.

16,30 Uhr kommt er.

Vorab schon mal ein paar Eckdaten von uns: Pascal 20, unser Ältester studiert Maschinenbau an der TH, Dresden, und will sich evtl. in Richtung

Techn. Design spezialisieren. Er fährt viel Fahrrad, und hat dort eine besondere Disziplin für sich entdeckt. Fixed Geas. Ein Fahrrad ohne Gangschaltung, wie es Fahrradcouriere in New York haben, oder wie es beim Bahnradsport eingesetzt wird.

Pascal fährt auch Fahrradrennen.  Jetzt gerade ist er mit seinen Fahrrad-

Kumpels in Israel.

Ariane, 18 studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der TK, Darmstadt. Sie ist voll im Studium, und auch sehr motiviert. In Darmstadt hart sie eine nette Leichtathletiktruppe gefunden, bei der sie fast täglich trainiert. Spezialdisziplin: Weitsprung. Sie ist in ihrer Altersklasse Hessische Meisterin

Und 3. Der Deutschen Studentenmeisterschaften geworden. Wir sind stolz!

 

Aalen, 10.01.2016

Lieber Bernhard, liebe Elisabeth!

Viele herzlichen Dank für das große Geburtstagsgeschenk!

Ich habe Euren Brief erst am Morgen des 3. Januars geöffnet, kurz bevor wir zum Skifahren in die Dolomiten losgefahren sind. Ingrid hatte davor

schon angedeutet, dass ich einen Brief von Euch erhalten würde, aber sie hat mir keine Details verraten.  

Ich freue mich ganz, ganz arg über Euer Geschenk, aber ich bin auch sehr angetan, was Ihr in Eurem Brief geschrieben habt, eine Stiftung ist eine ganz  tolle Sache, und ich haben den größten Respekt davor, und bewundere es,

was ihr beide aufgebaut habt!  Und ich kann Euch sehr gut verstehen, dass es

ein großes Anliegen von Euch ist, unsere große Familie in irgendeiner Weise       

in Eurer Stiftung „zu verankern“. Ich habe in den vergangenen Tagen auch mit Ingrid darüber gesprochen, es ist ein großes Lebenswerk von Euch, dass wir, die „junge Generation“ unsere Familie, vor allem in Respekt zu Euch beiden, nicht vollständig aus der Hand geben sollten.  

 

Versuchung und Selbstzweifel

Es gibt das Böse im Menschen. Ich habe es zweimal erlebt.

Ich war noch jung, vielleicht 10 Jahre alt. Da war ein Flüchtling –

Er wohnte in der Kirche in Lippach. Ich war bei ihm in der Wohnung -da nahm ich etwas in meiner Tasche mit, was es sonst nicht in Lippach gab. Die Versuchung war zu groß. Zu Hause zeigte ich es meiner Mutter. Dann befahl sie mir, das Teil zurückzubringen. Ich gehorchte – schämte mich aber so tief, dass ich es mein ganzes Leben merkte.

Die größte Verführung – Versuchung

Eine richtig große Verführung erlebte ich 1977 in Köln. Ich war bei einer Versteigerung einer Firma. Ich ersteigerte ein Bohrwerk, Fräsmaschine

und viel Werkzeug. Ich ging an die Kasse zum Bezahlen. Da lagen stapelweise geschichtete Geldscheine. Dann ging die Kassiererin zu ihrer Kollegin. In diesem Moment meldete sich der Beelzebub.

 „Greif zu, nimm so ein Bündel, und bezahle damit deine Maschinen.“

Der Druck war so schlimm – fast körperlich zu spüren.

“Nimm – die merkt das nicht „. Die Verkäuferin drehte mir den Rücken zu – dann kam wieder die Versuchung „Nimm, die sieht das nicht“

 Seit ich dies erlebt habe, weiß ich, dass es die bösen Stimmen im Menschen gibt.

Ich bezahlte dann meine gekauften Maschinen und denke schon 50 Jahre darüber zurück.